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Treffen der Regionalgruppe der Regensburger Übersetzer und Dolmetscher im November 2018
Unser nächstes Regionalgruppen-Treffen findet am heutigen Mittwoch, den 14. November 2018, um 19.30 Uhr im Kolpinghaus statt.

Wie jedes Jahr im November geht es auch heute Abend um die Themenplanung für das nächste Jahr.
Wir haben in den vergangenen Jahren bereits gute Erfahrungen damit gemacht, dass Kolleginnen und Kollegen sich eines Themas angenommen haben. Es geht nicht darum, dass man einen längeren, perfekt ausgearbeiteten Vortrag zu dem jeweiligen Thema halten muss. Vielmehr ist es ausreichend, sich etwas mit der Thematik zu beschäftigen, eine kurze Einführung zu geben und dann die Diskussion zu moderieren.

Da wir doch sehr viele Kolleginnen und Kollegen mit langjähriger Berufserfahrung und unterschiedlichen Schwerpunkten in unserem Kreis haben, gibt es zu den verschiedensten Themen immer lebhafte und interessante Diskussionen.

Bestimmt kommen auch heute Abend wieder viele Kolleginnen und Kollegen mit vielen Ideen für das kommende Jahr, die an einem professionellen Austausch und einer netten, gemütlichen Runde interessiert sind.
 

Wie die Sprache unser Denken beeinflusst

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Wie die Sprache unser Denken beeinflusst

Was ist Sprache und wie beeinflusst sie unser Denken? Sprache ist nicht nur ein Kommunikationsmittel, das aus Lauten und Wörtern besteht. Studien zeigen, dass sie auch unser Denken beeinflusst.
Die Sapir-Whorf-Hypothese ist eine von mehreren Hypothesen, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Sprache und Denken beschäftigen, und besagt, dass eine bestimmte Sprache mit ihren Strukturen das Denken der Sprachgemeinschaft, die sie verwendet, formt.
Diese Annahme führte zur These der grundsätzlichen Unübersetzbarkeit fremdsprachiger Texte in eine andere Sprache.
Wilhelm von Humboldt war im 19. Jahrhundert einer der ersten Wissenschaftler, die sich mit dieser Idee beschäftigten. Er stellte die Theorie auf, die Sprache sei die Grundlage aller Gedanken. Dies würde bedeuten, dass wir nur denken können, wofür wir auch Worte haben.
Der Philosoph Ludwig Wittgenstein schrieb etwa 100 Jahr später: „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“. Diese Denker sahen die Sprache als Grundlage jedes Gedankens an, ohne Sprache sei Denken unmöglich.
Es gibt dennoch Emotionen oder Gefühle, die man unabhängig von Worten empfindet. Manchmal ist man sprachlos oder versucht, etwas zu umschreiben. Doch nicht immer gelingt, genau auf den Punkt zu bringen, was man ausdrücken möchte.
Man könnte also vermuten, dass man mehr und vielfältiger denken kann, je größer der Wortschatz ist. Wenn der Wortschatz der Muttersprache nicht ausreicht, können sich Menschen, die einer Fremdsprache mächtig sind, vielleicht besser ausdrücken, weil sie die Denkmöglichkeiten erweitert.
Von unserer Sprache hängt es teilweise ab, wie wir die Welt sehen.
Auch Schriftsteller haben sich mit der Vorstellung beschäftigt, dass durch den Wortschatz und die Struktur einer Sprache die Denkvorgänge ihrer Sprecher beeinflusst werden könnten. So beschreibt George Orwell in seinem Roman „1984“, wie in einem totalitären Überwachungsstaat eine künstliche Sprache, das so genannte „Neusprech“, vorgeschrieben wird. Dadurch wird der Wortschatz so eingeschränkt, dass ein differenziertes Denken nicht mehr möglich ist. Die Bevölkerung kann niemals an Aufstand denken, weil ihr schlicht die Worte dazu fehlen.
Eine kürzlich veröffentlichte Studie legt den Schluss nahe, dass Englisch sprechende Menschen anders als Deutsch sprechende Menschen denken, wenn sie eine Handlung beobachten. In Forschungen wurde beobachtet, dass Englisch sprechende Menschen sich stärker auf den Verlauf einer Handlung fokussierten, während Deutsch sprechende Personen sich eher das Ziel der Handlung konzentrierten.
Auch bei bilingualen Personen zeigten sich Unterschiede in der Rezeption einer beobachteten Handlung abhängig davon, ob das Geschehen auf Englisch oder auf Deutsch beschrieben wurde.
Andere Studien haben ergeben, dass Menschen in einer fremdsprachlicheren Situation eher nutzenorientierte und gleichzeitig emotionslosere Entscheidungen treffen als in der eigenen Muttersprache. Zurückgeführt wird dies in der Theorie auf die größere emotionale Distanz, die wir mit einer Fremdsprache verbinden.
Es sei dahingestellt, ob diese häufig mit wenigen Probanden durchgeführten Studien tatsächlich aussagekräftig sind. Sicherlich werden die Handlungen von Menschen vielfach stärker durch den Charakter als durch ihren sprachlichen Hintergrund geprägt.
Dennoch sind solche Untersuchungen interessant, da sie zum Nachdenken über unsere sprachliche Prägung und die dadurch eventuell herbeigeführte Gestaltung unserer Gedanken anregen.






 

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