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Treffen der Regionalgruppe der Regensburger Übersetzer und Dolmetscher im November 2018
Unser nächstes Regionalgruppen-Treffen findet am heutigen Mittwoch, den 14. November 2018, um 19.30 Uhr im Kolpinghaus statt.

Wie jedes Jahr im November geht es auch heute Abend um die Themenplanung für das nächste Jahr.
Wir haben in den vergangenen Jahren bereits gute Erfahrungen damit gemacht, dass Kolleginnen und Kollegen sich eines Themas angenommen haben. Es geht nicht darum, dass man einen längeren, perfekt ausgearbeiteten Vortrag zu dem jeweiligen Thema halten muss. Vielmehr ist es ausreichend, sich etwas mit der Thematik zu beschäftigen, eine kurze Einführung zu geben und dann die Diskussion zu moderieren.

Da wir doch sehr viele Kolleginnen und Kollegen mit langjähriger Berufserfahrung und unterschiedlichen Schwerpunkten in unserem Kreis haben, gibt es zu den verschiedensten Themen immer lebhafte und interessante Diskussionen.

Bestimmt kommen auch heute Abend wieder viele Kolleginnen und Kollegen mit vielen Ideen für das kommende Jahr, die an einem professionellen Austausch und einer netten, gemütlichen Runde interessiert sind.
 

Der unsichtbare Übersetzer?

Blog >> Übersetzer gesucht

Der unsichtbare Übersetzer?

Auf die Frage nach berühmten Übersetzern müssen die meisten Menschen wohl passen.
Übersetzer und Übersetzerinnen sind die großen Unbekannten des Literaturbetriebs. Doch entgegen der landläufigen Meinung kopieren oder übertragen sie nicht nur, sondern gehen häufig ganz eigene Wege und müssen sich auf ihre Kreativität verlassen bringen.

Insider kennen vielleicht noch die Übersetzerin, die die Bücher rund um Donald Duck und Konsorten in typischer comic-hafter Sprache ins Deutsche übertragen hat, oder den Herrn, der Winnie Pu übersetzt hat. Doch meistens fällt einem der Name der Übersetzer auf Anhieb schon gar nicht mehr ein. Das liegt vermutlich daran, dass es berühmte Übersetzer oder Übersetzerinnen eigentlich nicht gibt.
Als „guter“ Übersetzer hat man hinter dem Werk des Autors zu verschwinden, da man ja „nur“ eine Übertragung in die eigene Sprache vornehmen muss.

Im Jahr 1995 veröffentlichte der amerikanische Anglist und Sprachforscher Lawrence Venuti das Buch „The Translator’s Invisibility“, das mittlerweile ein Klassiker der Übersetzungswissenschaft geworden ist. Darin bezeichnet er Übersetzer bzw. Übersetzerinnen als die großen Unbekannten der Literaturgeschichte. Sie müssen letztlich unsichtbar bleiben, weil der Leser gerne die Illusion hätte, dass er keine Übersetzung liest, sondern das Original. Daher die Maxime, dass es besser ist, je weniger man merkt, dass eine Übersetzung vorliegt. Man erwartet von Übersetzerinnen und Übersetzern, dass sie ihre Arbeit ohne Aufsehen erledigen und auch nicht erwarten, selbst zu Berühmtheit zu gelangen.

Jedoch sind Übersetzerinnen und Übersetzer nicht nur Menschen, die viele Vokabeln gelernt haben und wissen, wie die Grammatik funktioniert. Die Arbeit des Übersetzers besteht – gerade im Literaturbereich – nicht darin, einen fremdsprachigen Text wortwörtlich in die Muttersprache zu übertragen. Abgesehen von der perfekten Beherrschung der Fremdsprache ebenso wie der Muttersprache muss der Text bzw. das Buch zunächst analysiert und dann quasi neu „erfunden“ werden. Dazu gehört neben der hervorragenden Sprachkenntnis natürlich auch ein hohes Maß an Kreativität und die Fähigkeit, einen eigenständigen Text zu produzieren, der in der jeweiligen Zielsprache genauso funktioniert wie der Originaltext.

Der Beitrag von Übersetzerinnen und Übersetzern zur Weltliteratur und zum kulturellen Verständnis anderer Menschen und Länder kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, auch wenn er in der öffentlichen Wahrnehmung leider häufig zu kurz kommt.

 

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